Ein Tag in Santa Monica

Nicht nur der Hollywood Boulevard sollte es sein. Das war uns von Anfang an klar. Auch wenn wir nur drei Tage in L.A. hatten, wollten wir doch so viel wie möglich von hier mitnehmen. Und so hatten wir uns einiges vorgenommen. Das Getty Center, Venice Beach, die Santa Monica Pier und das Hollywood Sign. Aber sofort bei Ankunft wurde uns klar diese Stadt ist einfach…….GIGANTISCH! Unmöglich da alles zu sehen was wir uns vorgenommen hatten. Erst recht ohne Auto. Also hieß es, das Programm etwas ausdünnen. Und am Ende stand Santa Monica für uns als Ziel fest. Das Wetter war ideal für einen Ausflug ans Meer, es gibt hier viel zu sehen und es war für uns relativ einfach mit dem Bus zu erreichen.

Blauer Himmel, Sonne, Palmen - das ist das California Feeling
Blauer Himmel, Sonne, Palmen – das ist das California Feeling

Der Wunsch, unser Ausflugsziel mit dem Bus zu erreichen brachte uns allerdings die Warnung ein, wir sollten doch unbedingt vor Anbruch der Dunkelheit wieder zurück sein. Später wäre es zu gefährlich für Touristen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Da wir uns aber schon am frühen Vormittag auf den Weg machten war das Schlimmste das uns passierte eine Busfahrerin, deren „einnehmende Freundlichkeit“ der so mancher Berliner Busfahrer in nichts nachstand. Diese unangenehme Episode wurde aber auch fast sofort durch einen Mitfahrgast relativiert, der sich nachdrücklich für die „gute Laune“ der Busfahrerin entschuldigte und uns erklärte, dass die meisten Menschen in L.A. freundlich und hilfsbereit sind. Was wir eigentlich auch nur bestätigen konnten und können.

Die Ocean Avenue - Santa Monica
Die Ocean Avenue – Santa Monica

Nach einer endlosen Fahrt über den Santa Monica Boulevard trafen wir dann endlich in Santa Monica ein. Ozean, eine sonnenbeschienene Promenade, Palmen, ein Hauch Art déco-Architektur …wenn man nicht auf der falschen Seite des Kontinents und im falschen Jahrzehnt wäre, könnte man fast erwarten, dass „Sonny“ Crockett und Ricardo Tubbs jederzeit in ihrem Testarossa um die Ecke kommen und über die Ocean Avenue rauschen würden.

Das Gorgian Hotel direkt an der Ocean Avenue
Das Gorgian Hotel direkt an der Ocean Avenue

Hier scheint Amerika im positiven Sinne so zu sein, wie man sich Amerika immer vorstellt. Man glaubt dieses California Feeling zu spüren zu können. Alles scheint wie einer Postkarte entsprungen.

Das eigentliche Highlight ist aber ohne Zweifel die Santa Monica Pier. Ursprünglich einmal gebaut um Abwasserrohre in den Ozean zu führen, stellt sie heute das Wahrzeichen von Santa Monica und einen der bekanntesten Anziehungspunke der Welt für Touristen dar. Sie beherbergt Restaurants, Souveniergeschäfte, einen Rummel, ein historisches Karussell von 1922, Imbiss-Stände, Straßenkünstler und -musiker, jede Menge Angler und viele viele Touristen.

Publikumsmagnet Santa Monica Pier
Das berühmte Riesenrad auf der Santa Monica Pier
Das berühmte Riesenrad auf der Santa Monica Pier
Wasser-Schutz-Polizei?
Wasser-Schutz-Polizei?
Das historische Karusell von 1922
Das historische Karusell von 1922

Nicht ganz unschuldig an der Popularität der Pier ist das nahe Hollywood, das diesen Ort für unzählige Filme und Fernsehserien, wie zum Beispiel der Clou, Das Netz oder Forrest Gump, als Kulisse benutzt hat.

Außerdem befindet sich  hier, das habe ich aber auch erst vor Ort gelernt, der Endpunkt der berühmten Route 66. Man kann hier also gleich drei Dinge auf einmal auf der großen Weltreiseliste abhaken: Pazifik, Santa Monica Pier bzw. Los Angeles und die bekannteste Straße der Welt. Wenn das mal nichts ist.

 

Am spannendsten aber sind, wie so oft in Los Angeles, die Menschen die sich hier den Schaulustigen präsentieren. Alle paar Meter erwarten sie ihr Publikum, hoffen auf Aufmerksamkeit und bekommen sie auch in rauhen Mengen. Und sie müssen nicht immer nur Künstler oder Schausteller sein.

See you later Aligator! Ich ruf Dich an du Waran!
See you later Aligator! Ich ruf Dich an du Waran!

Sitar-Hero
Sitar-Hero

Nach einer Weile hatten wir aber auch ein wenig Ruhe nötig. Denn hier zählt anscheinend ebenso, wie schon am Hollywood Boulevard, die Lautstärke als Garant für die Aufmerksamkeit des Publikums. Also verließen wir die Pier und begaben uns auf den Strand um ein wenig Sonne zu tanken. Und was für ein Strand das hier ist. Riesig, endlos und auch im November sonnenbeschienen. So sehr, dass ich mir sogar einen leichte Sonnenbrand eingefangen habe. Andere Länder, anderes Wetter!

Der Santa Monica Beach
Der Santa Monica Beach

Danach noch einmal hier und da ein wenig geschaut, Andenken gekauft, die obligatorischen Beweis-Selfies für die lieben Daheimgebliebenen gemacht und schon war der Tag dann auch vorbei. Ein wenig wehmütig machten wir uns dann auf den Heimweg. Hier war es einfach zu schön, als dass nur ein Tag ausgereicht hätte, um alles aufzunehmen.   Für uns steht fest: hier waren wir bestimmt nicht zum letzten mal.

Ein letzter Blieck auf die Santa Monica Pier
Ein letzter Blieck auf die Santa Monica Pier
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